Unsere Liebe

Mal ganz von Anfang an!

Im Jahre 1999, als ich genug vom Single-Dasein hatte und endlich genug Mut um auf die Suche nach dem Lebensglück zu gehen, habe ich das Internet als Kontaktbörse entdeckt. Damals gab es noch nicht sehr viele Seiten, die Kontaktanzeigen veröffentlicht haben, damals war im Internet noch nicht so viel los und vor allem waren es fast nur Männer, die sich dort tummelten! Das machte meine Chancen gegenüber der Konkurrenz natürlich ungleich grösser!

Ich suchte über eine Suchmaschine mit den Begriff "Single" ein Forum über das ich Kontakt zum anderen Geschlecht aufnehmen konnte, was ich im Sommer 1999 auch per Bildanzeige tat.

Da ich ein GMX-User der ersten Stunde war, hatte ich auch eine private Adresse im Internet und dann ging es los. Und ich war überrascht, denn mit so vielen E-Mails hatte ich nicht gerechnet und GMX hatte zu der damaligen Zeit so seine Schwierigkeiten damit!

Auf diesem Wege lernte ich einige nette Herren nach regem E-Mail-Kontakt kennen. Das war sehr aufregend und spannend für beide Seiten, aber leider sprang bei keinem der Kandidaten der Funke so richtig über. Die E-Mails waren alle supernett und wir konnten uns über die wichtigen Themen richtig klasse unterhalten - sorry - E-Mailen! Aber so von Gesicht zu Gesicht, mit der dementsprechenden Nervosität war das alles ganz anders. Es sprang nie wirklich ein Funke über (auf jeden Fall nicht auf beiden Seiten).

Tja, und dann bekam ich eine E-Mail von einem Rock'n Roller, der zur Zeit eine Virusinfektion hatte, und darum kein Alkohol trinken durfte mit genau dem "Profil", was ich mir vorgestellt hatte.

Wir vereinbarten ein Treffen in einer Pizzaria in Sindelfingen-Maichingen, im "Centrale" und verbrachten einen superschönen Abend, später dann im "La Cueva" in Althengstett und dann noch bis früh in den Morgen bei mir in Grafenau-Dätzingen.

Wir haben uns die ganze Zeit unterhalten - ehrlich - da lief nichts und als wir uns trennten, wussten wir beide nicht, ob wir uns in die Arme nehmen sollten .... wir gaben uns brav zum Abschied die Hände!

Am darauffolgenden Sonntag ließ mich natürlich der vergangene Abend nicht ruhen, so dass ich eine E- Mail verfasste (hatte mich nicht getraut anzurufen) um Klarheit über seine Gefühle zu erlangen. So begann das Warten auf eine Antwort, die zum Glück am Montag prompt kam.

Fortan lief ich mit einem breiten Grinsen im Gesicht durch die Firma, kicherte und konnte kaum erwarten die nächste E-Mail von Thomas zu erhalten.

Wir zählten die Stunden bis zum nächsten Wochenende und unserem nächsten Treffen. Ich klingelte mit wild klopfendem Herzen an seiner Haustür und als er öffnete fielen wir uns gleich in die Arme, den Rest überlasse ich Eurer Phantasie - es war auf jeden Fall der Beginn unserer grossen Liebe!

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